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Kundenzufriedenheits-Befragungen
Die
existenzielle Bedeutung zufriedener Kunden ist heute unumstritten.
Kundenzufriedenheit ist ein wesentlicher Bestimmungsfaktor der Kundenbindung,
die wiederum die Basis für den langfristigen Unternehmenserfolg
darstellt. Unternehmen, die über einen großen Stamm zufriedener Kunden
verfügen, arbeiten wesentlich wirtschaftlicher als solche, die ihre
Marketing-Mittel überwiegend in die (teure) Neukundengewinnung stecken.
Darüber hinaus gibt es keine bessere Werbung für ein Unternehmen als die
Weiterempfehlung durch zufriedene Kunden.
Immer
mehr Unternehmen erklären deshalb die Erhöhung der Kundenzufriedenheit zur
zentralen Zielgröße ihres Handelns. Wenn dieser Anspruch kein Lippenbekenntnis
bleiben soll, müssen die Kunden - am besten in regelmäßigen Abständen - nach
ihrer Zufriedenheit befragt werden. Hierbei profitieren unsere
Auftraggeber von den vielfältigen Erfahrungen, die wir bei
Kundenzufriedenheits-Untersuchungen für Investitionsgüter-, Medien- und
Dienstleistungsunternehmen gewonnen haben.
Konkret
dreht es sich bei Kundenzufriedenheits-Analysen meist um folgende Problemfragen:
Gab es konkrete Anlässe, bei denen die Kunden besonders zufrieden oder
unzufrieden waren?
Wie ist es um die Zufriedenheit der Kunden mit einzelnen Leistungsmerkmalen
bestellt (z.B. mit den Preisen, dem Lieferservice, der Freundlichkeit der
Mitarbeiter usw.)
Welche Bedeutung haben diese Einzelzufriedenheiten für die Gesamtzufriedenheit
und die Kundenbindung, d.h. wo sollten Verbesserungsmaßnahmen
schwerpunktmäßig ansetzen?
Für
eine aussagekräftige Interpretation der Befragungsergebnisse in
Kundenzufriedenheits-Untersuchungen ist es wichtig, einen Relativierungsmaßstab
für die Zufriedenheitsurteile heranzuziehen. Um sich beispielsweise ein Bild
über die Stellung des Unternehmens im Wettbewerb machen zu können, ist ein
Vergleich mit Konkurrenzfirmen vonnöten; der alleinige Vergleich der
Einzelbeurteilungen der Kunden in Bezug auf das eigene Unternehmen liefert
dagegen häufig ein schiefes Bild. So zeigt beispielsweise die Abbildung rechts,
dass Unternehmen A in bezug auf die Freundlichkeit der Mitarbeiter am besten
beurteilt wird - der Konkurrent ist hier allerdings noch besser, schneidet
dafür aber in einigen anderen Beurteilungskriterien deutlich schlechter ab.
Erst der Vergleich der Kundenurteile mit entsprechenden Angaben zur Konkurrenz
erlaubt hier die Identifikation von Handlungsspielräumen im Wettbewerb.
Einen
sehr aussagefähigen Vergleichsmaßstab hat man auch dann, wenn die Befragung
zur Kundenzufriedenheit nach einer gewissen Zeit wiederholt wird.
Insbesondere lassen sich in einem solchen Fall oftmals Anhaltspunkte dafür
gewinnen, ob in der Zwischenzeit durchgeführte Maßnahmen eine Steigerung der
Kundenzufriedenheit bewirkt haben oder nicht - vorausgesetzt, dass sich die
sonstigen Rahmenbedingungen (wie beispielsweise das Konkurrenzumfeld) im
Betrachtungszeitraum nicht wesentlich verändert haben.
Bei
der Ableitung von Handlungsempfehlungen aus Kundenzufriedenheits-Erhebungen ist
zu berücksichtigen, dass die verschiedenen Leistungsmerkmale für die Kunden
meist eine ganz unterschiedliche Wichtigkeit haben. Aus finanziellen und
zeitlichen Gründen, aber auch um sich ein klares Kompetenzprofil am Markt zu
schaffen, ist es nicht sinnvoll, die Kunden in allen Punkten zufriedenstellen zu
wollen. Vielmehr kommt es darauf an, die eigenen Aktivitäten zielgerichtet auf
die erfolgs- bzw. zufriedenheitskritischen Leistungsfaktoren zu
konzentrieren. Hierbei liefern Ihnen unsere Stärken-Schwächen-Matrizen
eine wertvolle Entscheidungshilfe.
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